Häufig gestellte Fragen

Frequently asked questions

Was ist Offsetdruck?

Offsetdruck oder Rollenoffsetdruck ist ein häufig eingesetztes Druckverfahren, bei dem das eingefärbte Druckbild von der Druckplatte zunächst auf ein Gummituch und dann auf die Oberfläche des Bedruckstoffs übertragen oder „abgesetzt“ (engl. „offset“) wird.

In Kombination mit dem litografischen Verfahren, das auf der gegenseitigen Abstoßung von Öl und Wasser beruht, kommt beim Offsetdruck ein flacher (planografischer) Bildträger (Druckplatte) zum Einsatz, auf dem sich das zu druckende Bild befindet und auf den über Farbwalzen Tinte aufgetragen wird.

Die nichtdruckenden Bereiche ziehen ein Feuchtmittel auf Wasserbasis an, sodass sich hier ein Feuchtigkeitsfilm bildet, der dafür sorgt, dass in diesen Bereichen keine Tinte anhaftet.

Was ist Variable-Sleeve-Offsetdruck (VSOP)?

Mit VSOP haben Drucker die Möglichkeit, Rollenoffset in verschiedenen Größen herzustellen (Repeats). Bei diesem Verfahren können Größen mithilfe von zwei leichtgewichtigen Sleeves ganz einfach geändert werden, ohne dass das Druckwerk oder die „Druckkartusche“ gewechselt werden muss. Dadurch ergibt sich eine sehr kostengünstige Methode zum Drucken unterschiedlicher Wiederholungslängen.

Warum sollte ich als Verarbeiter Offsetdruck nutzen?

Die Vielzahl der im Einzelhandel vorzufindenden Verpackungen unterscheidet sich von der Situation vor zehn Jahren. Verpackungen umfassen heutzutage eine enorme Vielfalt an Geschmacksrichtungen, Verpackungsgrößen, regionale und saisonale Produkte sowie Werbeverpackungen. Dadurch hat sich die durchschnittliche Auftragsgröße in den letzten Jahren erheblich verringert. Hier ergibt sich eine Herausforderung sowohl für Verarbeiter als auch für Markeninhaber. Verarbeiter müssen auch bei kleineren Auflagen noch profitabel arbeiten können, während Markeninhaber regelmäßige Designänderungen vornehmen, aber die hohen Einrichtungskosten, wie sie beim Flexo- und Tiefdruck anfallen, vermeiden müssen.

Offsettechnologie stellt hier die optimale Lösung dar, denn sie ist ideal für Auflagen, die zu klein sind, um beim Flexo- und Tiefdruck noch profitabel zu sein, aber gleichzeitig auch zu groß, um für den Digitaldruck wirtschaftlich rentabel zu sein. Offsetdruckplatten kosten nur einen Bruchteil dessen, was Flexo-Fotopolymerplatten und Tiefdruckzylinder kosten, und können in wesentlich kürzerer Zeit hergestellt werden. Sie können schon Minuten, nachdem eine neue Bilddatei eingegangen ist, in die Anlage eingesetzt werden – im Gegensatz zu den Stunden, Tagen oder sogar Wochen, die es bei anderen Verfahren braucht. Dementsprechend entfallen auch die Lagerkosten für Tiefdruckzylinder und Fotopolymerplatten, und die Vorlaufzeiten sind wesentlich kürzer. Markeninhaber können somit schnell auf Marketingkampagnen von Mitbewerbern, Sportveranstaltungen und gesellschaftliche Ereignisse reagieren.

Wie wird eine Druckplatte hergestellt?

Die Offset-Druckvorstufe ist ein standardisiertes Verfahren, dass Druckbetriebe bei sich im Haus durchführen. Die Offsetdruckplatte ist eine Aluminiumplatte, von der die Bilder auf das Gummituch übertragen werden.

Das bildgebende Verfahren:
Eine Beschichtung, die die Druckfarben aufnehmen kann, wird auf ein Trägermaterial aufgetragen. Die Beschichtung ist lichtempfindlich und hat eine Stärke von ca. 1 μm. Das Trägermaterial ist normalerweise ein Polymer. Die Platte wird belichtet und entwickelt, und die verbleibenden Bereiche der ursprünglichen (farbführenden) lichtempfindlichen Beschichtung ergeben das Druckbild.

Eine Offsetplatte ist nicht nur bis zu zehn Mal so günstig wie ein Flexoklischee, sondern kann auch binnen weniger Minuten hergestellt werden. Dadurch ist dieses Verfahren ideal für Kleinauflagen, die kurze Umrüstzeiten erfordern.

Warum wird ein Gummituch benötigt?

Das Gummituch ist ein fester Bestandteil des Druckablaufs und hat direkten Einfluss auf die Qualität des Druckergebnisses. Ein qualitativ hochwertiges Tuch muss nicht nur ein klares Druckbild von der Platte auf das Substrat übertragen, sondern auch bei hohen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Substraten zuverlässig funktionieren. Zudem muss das Gummituch das Feuchtmittel gleichmäßig verteilt auftragen sowie Abweichungen in der Schichtdicke korrigieren, damit es zu einer präzisen Druckausgabe kommt.

Was ist ein Offsetplattenkanal?

Der Offsetplattenkanal ist ein nicht bedruckbarer Bereich von ca. 2 mm bei jeder Wiederholung auf dem Bedruckstoff. Wie in der Abbildung unten zu sehen, handelt es sich dabei um den Bereich, in dem die zwei Enden der Druckplatten zusammentreffen. Dementsprechend können manche Designs, die zurzeit hauptsächlich im Tiefdruckverfahren hergestellt werden und die einen ungleichen Endlosdruck erfordern, nicht auf einer Offset-Druckerpresse hergestellt werden.

Wie wird die Farbe bei einer Offset-Druckerpresse kontrolliert?

Wie bei anderen Druckverfahren wird die Offsetfarbe oder die Farbdichte in erster Linie über die Stärke der Farbschicht bestimmt. Im Gegensatz zum Flexodruck ist die Stärke des Tintenfilms nicht von der Nutzung einer Rasterwalze abhängig. Beim Offsetdruck kann die Menge der Druckfarbe mithilfe eines Farbkastens und Farbzonen auf der gesamten Bahn und im laufenden Betrieb angeglichen werden.

Was ist CIP3/CIP4?

CIP3 oder CIP4 (.cip) ist ein Dateiformat, mit dem Daten zu einer bestimmten Datei durch den gesamten Produktionsablauf weitergegeben werden. Neben Vorschauen enthalten CIP-Dateien auch Angaben zu Farbtrennungen, Farbauftrag, Auftragsmaßen usw. Die Druckpresse Contiweb Thallo kann CIP3- und CIP4 Standarddateien aus CtP-Systemen konvertieren und anhand dieser Dateien voreingestellte Werte für die Farbzonen und den Farbkasten berechnen.

Welche Möglichkeiten bieten Offset-CMYK und Drucken mit erweitertem Farbraum?

Da beim Offsetdruck standardmäßig ein hochaufgelöstes Linienraster gedruckt wird, ist es möglich, mit einem standardisierten Vier-Farben-Verfahren ein umfangreicheres Farbspektrum zu drucken. Das gilt auch für Druckverfahren mit erweitertem Farbraum wir etwa Equinox von Esko. Beim Druck mit einem erweiterten Farbraum kommt es entscheidend auf eine perfekte Registerhaltigkeit an. Offsetdruck kann ein extrem enges Register garantieren – ideal z. B. bei Barcodes, die mehr als eine Farbe umfassen. Beim Offsetdruck sind keine Rasterwalzen zur Festlegung der Druckfarbenmenge erforderlich. Durch Öffnen und Schließen der Farbzufuhr lässt sich die Tintenmenge über die Breite der Bahn variieren, je nachdem, wo die Farbe benötigt wird. Dementsprechend wird für die Erstellung sowohl großer Farbblöcke als auch feiner Details mit einer bestimmten Farbe im Druckbild nur ein einzelnes Druckwerk benötigt.

Warum kommen beim Offsetdruck weniger Farben zum Einsatz?

Beim Offsetdruck sind keine Rasterwalzen zur Festlegung der Tintenmenge erforderlich. Durch Öffnen und Schließen der Farbzufuhr lässt sich die Tintenmenge über die Breite der Bahn anpassen, je nachdem, wo die Farbe benötigt wird. Dementsprechend wird für die Erstellung sowohl großer Farbblöcke als auch feiner Details mit einer bestimmten Farbe im Druckbild nur ein einzelnes Druckwerk benötigt.

Ein weiterer Grund, warum beim Offsetdruck weniger Farben benötigt werden, liegt in der Möglichkeit, mit einem erweiterten Farbraum zu drucken. Auf diese Weise können Sie 94 % aller Pantone-Farben drucken und damit die Menge der Farben, die Sie vorrätig haben müssen, erheblich verringern.

Welche Druckfarben werden beim Offsetdruck genutzt?

Beim Offsetdruck für Verpackungen nutzen Verarbeiter hochviskose Druckfarben, die durch Energiezufuhr (z. B. Elektronen- oder UV-Strahlen) aushärten. Ein genereller Vorteil dieser Druckfarben besteht darin, dass sie keine Lösungsmittel oder Wasserkomponenten enthalten, die verdunsten müssen. Dementsprechend härten sie sofort aus und können nahezu umgehend weiterverarbeitet werden.

Wie trocknen diese Druckfarben?

Die Tinten vernetzen entweder durch Aktivierung von Photoinitiatoren oder durch Elektronen. Das bedeutet nicht nur, dass sie umweltfreundlicher sind, sondern auch, dass weniger Tinte verbraucht wird, da keine Verdunstung stattfindet. Beim Offsetdruck ist garantiert, dass 100 % der im Druckverlauf verwendeten Tinte auch wirklich auf dem Substrat aufgetragen wird.

Wie lange dauert im Durchschnitt eine Umrüstung?

Zunächst gilt: Wenn in einem erweiterten Farbraum gedruckt wird, ist bei den meisten Umrüstungen kein Farbwechsel erforderlich. Sollte dennoch ein Farbwechsel nötig sein, nimmt er bei Offsetanlagen wie der Contiweb Thallo nur wenig Zeit in Anspruch. Verarbeiter müssen lediglich zwei Hülsen wechseln: die Plattenhülse und die Gummituchhülse. Das ist in knapp zwei Minuten pro Druckwerk erledigt. Im Großen und Ganzen hängt die Umrüstdauer von der Anzahl der Farbwechsel ab. Die Thallo verfügt optional über eine automatische Waschfunktion, die die Druckwalzen in jedem Druckwerk in nur fünf Minuten reinigt.

Wie viele Bediener muss ich einsetzen?

Im Durchschnitt ist eine Offset-Druckerpresse von zwei Bedienern besetzt, aber das hängt von der Komplexität der Maschine ab. Generell werden Offsetanlagen für Aufträge mit kleinerem Umfang genutzt als Flexo- oder Tiefdruckanlagen, was zu häufigen Umrüstungen führt. Bei der Umrüstung lassen sich zahlreiche Handlungen parallel durchführen, sodass die Umrüstdauer mit zwei Bedienern noch verkürzt werden kann.

Welche Umweltauswirkungen hat der Offsetdruck?

Der Einsatz aushärtbarer Tinten macht den Offsetdruck zu einer umweltfreundlichen Technologie:
• Keine explosionssichere Lagerung von Lösungsmitteln und Druckfarben erforderlich -> geringere Umweltauswirkungen
• Keine Lagerung von Tinten- und Lösungsmittelresten -> geringere Umweltauswirkungen
• Keine großen Farbmischstationen -> kein Energieverbrauch
• Keine Reinigungsanlagen für Systemkomponenten, Zylinder und Rasterwalzen -> kein Energieverbrauch,
keine Lösungsmittelabfälle
• Bei der Trocknung freigesetzte Lösungsmittel können nicht einfach abgelassen werden -> keine Lösungsmittelrückgewinnung oder
-verbrennung, kein Gasverbrauch für Lösungsmittelverbrennung
• Kein Lagervorrat an Druckzylindern/-platten erforderlich -> geringere Lagerkosten
• Keine Gesundheits- und Sicherheitsbedenken für Mitarbeiter, da Lösungsmittel entfallen
• Erheblich niedrigere Versicherungskosten -> größere finanzielle Kontrolle
• Möglichkeit zur Bahnumkehr ist kostengünstig und umweltfreundlich

Was kosten die eingesetzten Druckfarben?

Obwohl der Preis für Offset-Druckfarben über denen für Flexo- und Tiefdruck liegt, gleichen sich die laufenden Kosten durch den geringeren Verbrauch insgesamt wieder aus. Das hat zwei Ursachen:
– Offset-Tinten sind zu 100 % fest. Dementsprechend wird auch wirklich jeder Tropfen auf das Substrat aufgetragen (wie im Abschnitt „Das Offsetverfahren“ dargelegt).
– Die Stärke des Farbfilms auf der bedruckten Bahn ist wesentlich dünner, daher wird weniger Tinte auf das Substrat aufgetragen.

Was kostet die Herstellung einer Druckplatte?

Tiefdruckzylinder sind sehr teuer. Die Herstellung solcher Zylinder dauert in der Regel eine Woche und wird häufig an Drittanbieter untervergeben, sodass sich die Flexibilität verringert.

Flexoplatten sind günstiger, machen aber immer noch einen erheblichen Teil der Anlaufkosten aus.

Offsetplatten sind bei Weitem die günstigste Variante. Die Herstellung ist betriebsintern möglich und die Kosten liegen bei etwa 10 bis 15 € oder $ pro m² für eine gebrauchsfertige Platte. Das ist besonders vorteilhaft bei Kleinauflagen, wenn viele Platten benötigt werden.

Wie lässt sich der Preis für eine Offset-Druckerpresse mit dem für eine Flexo- oder Tiefdruckpresse vergleichen?

Die Anfangsinvestition ist bei einer Offset-Druckerpresse höher als bei einem Flexo- oder Tiefdrucksystem. Demgegenüber bietet eine Offset-Druckerpresse zahlreiche finanzielle Vorteile, besonders bei Kleinauflagen. Schnelle Einrichtung und zügige Umrüstung, dazu die geringeren täglichen Betriebskosten sorgen für eine schnelle Investitionsrendite, sodass der Offsetdruck für Verpackungen in kleineren Auflagen eine sehr attraktive Lösung darstellt.

Welche Substrate können mit der Contiweb Thallo bedruckt werden?

Mit der Contiweb Thallo lassen sich nahezu alle Verpackungssubstrate bedrucken. Dazu gehören beliebte Foliensubstrate wie PET, OPP, BOPP, PE, LDPE, MET/PET, beschichtetes und unbeschichtetes Papier, zudem die gängigsten mehrschichtigen Laminate, wie sie für flexible Verpackungen genutzt werden. Schwerere Substrate wie Pappe für Faltschachteln oder aseptische Verpackungen lassen sich mit der kartonverarbeitenden Version der Thallo ebenfalls verarbeiten.

Wie schnell ist die Contiweb Thallo?

Die Contiweb Thallo kann mit einer Geschwindigkeit von 400 Metern bzw. 1300 Fuß (linear) pro Minute drucken. Die Produktionsgeschwindigkeit hängt von den igenschaften des jeweiligen Auftrags ab.

Welche Breiten sind erhältlich?

BAHNBREITE:
• 520 mm (20,5 Zoll)
• 850 mm (33,5 Zoll)
• 1050 mm (41,375 Zoll)

Sind hybride Konfigurationen möglich?

Die Contiweb Thallo beruht auf einer modularen Inline-Plattform – damit ist sie in höchstem Maße flexibel und zukunftssicher. Dank dieses modularen Hybridsystems können Verarbeiter alle Vorteile des Rollenoffsetdrucks mit dem immanenten Nutzen von Flexo-, Tief- und Digitaldruck kombinieren. Daraus ergibt sich eine rundum flexible Lösung, die nicht nur die heutigen strengen Marktanforderungen erfüllt, sondern sich auch problemlos an zukünftigen Bedarf anpassen lässt.

VORTEILE
• Flexible Konfigurationen
• Hybrid – Kombinieren Sie die besten Eigenschaften verschiedener Druckverfahren miteinander!
• Zukunftssicher – bequem neu zu konfigurieren

Kann die Contiweb Thallo Lebensmittelverpackungen bedrucken?

Farbmigration ist eine Hauptsorge von Markeninhabern und Verarbeitern. Die geringsten Anzeichen für Veränderungen an einem verpackten Produkt können ungeahnte Konsequenzen haben und einer Marke langfristigen Schaden zufügen – manchmal sogar das Unternehmen zu Fall bringen.

EB/UV-Offset ist eine zertifizierte und funktionsfähige Lösung für die Verarbeitung von Lebensmittelverpackungen, für die eine große Bandbreite an bewährten Chemikalien (Farben und Beschichtungen) und Härtungsverfahren verfügbar ist. Beide Härtungsverfahren können mit der Contiweb Thallo eingesetzt werden und erfüllen die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit.

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Was ist Offsetdruck?

Offsetdruck oder Rollenoffsetdruck ist ein häufig eingesetztes Druckverfahren, bei dem das eingefärbte Druckbild von der Druckplatte zunächst auf ein Gummituch und dann auf die Oberfläche des Bedruckstoffs übertragen oder „abgesetzt“ (engl. „offset“) wird.

In Kombination mit dem litografischen Verfahren, das auf der gegenseitigen Abstoßung von Öl und Wasser beruht, kommt beim Offsetdruck ein flacher (planografischer) Bildträger (Druckplatte) zum Einsatz, auf dem sich das zu druckende Bild befindet und auf den über Farbwalzen Tinte aufgetragen wird.

Die nichtdruckenden Bereiche ziehen ein Feuchtmittel auf Wasserbasis an, sodass sich hier ein Feuchtigkeitsfilm bildet, der dafür sorgt, dass in diesen Bereichen keine Tinte anhaftet.

Was ist Variable-Sleeve-Offsetdruck (VSOP)?

Mit VSOP haben Drucker die Möglichkeit, Rollenoffset in verschiedenen Größen herzustellen (Repeats). Bei diesem Verfahren können Größen mithilfe von zwei leichtgewichtigen Sleeves ganz einfach geändert werden, ohne dass das Druckwerk oder die „Druckkartusche“ gewechselt werden muss. Dadurch ergibt sich eine sehr kostengünstige Methode zum Drucken unterschiedlicher Wiederholungslängen.

Warum sollte ich als Verarbeiter Offsetdruck nutzen?

Die Vielzahl der im Einzelhandel vorzufindenden Verpackungen unterscheidet sich von der Situation vor zehn Jahren. Verpackungen umfassen heutzutage eine enorme Vielfalt an Geschmacksrichtungen, Verpackungsgrößen, regionale und saisonale Produkte sowie Werbeverpackungen. Dadurch hat sich die durchschnittliche Auftragsgröße in den letzten Jahren erheblich verringert. Hier ergibt sich eine Herausforderung sowohl für Verarbeiter als auch für Markeninhaber. Verarbeiter müssen auch bei kleineren Auflagen noch profitabel arbeiten können, während Markeninhaber regelmäßige Designänderungen vornehmen, aber die hohen Einrichtungskosten, wie sie beim Flexo- und Tiefdruck anfallen, vermeiden müssen.

Offsettechnologie stellt hier die optimale Lösung dar, denn sie ist ideal für Auflagen, die zu klein sind, um beim Flexo- und Tiefdruck noch profitabel zu sein, aber gleichzeitig auch zu groß, um für den Digitaldruck wirtschaftlich rentabel zu sein. Offsetdruckplatten kosten nur einen Bruchteil dessen, was Flexo-Fotopolymerplatten und Tiefdruckzylinder kosten, und können in wesentlich kürzerer Zeit hergestellt werden. Sie können schon Minuten, nachdem eine neue Bilddatei eingegangen ist, in die Anlage eingesetzt werden – im Gegensatz zu den Stunden, Tagen oder sogar Wochen, die es bei anderen Verfahren braucht. Dementsprechend entfallen auch die Lagerkosten für Tiefdruckzylinder und Fotopolymerplatten, und die Vorlaufzeiten sind wesentlich kürzer. Markeninhaber können somit schnell auf Marketingkampagnen von Mitbewerbern, Sportveranstaltungen und gesellschaftliche Ereignisse reagieren.

Wie wird eine Druckplatte hergestellt?

Die Offset-Druckvorstufe ist ein standardisiertes Verfahren, dass Druckbetriebe bei sich im Haus durchführen. Die Offsetdruckplatte ist eine Aluminiumplatte, von der die Bilder auf das Gummituch übertragen werden.

Das bildgebende Verfahren:
Eine Beschichtung, die die Druckfarben aufnehmen kann, wird auf ein Trägermaterial aufgetragen. Die Beschichtung ist lichtempfindlich und hat eine Stärke von ca. 1 μm. Das Trägermaterial ist normalerweise ein Polymer. Die Platte wird belichtet und entwickelt, und die verbleibenden Bereiche der ursprünglichen (farbführenden) lichtempfindlichen Beschichtung ergeben das Druckbild.

Eine Offsetplatte ist nicht nur bis zu zehn Mal so günstig wie ein Flexoklischee, sondern kann auch binnen weniger Minuten hergestellt werden. Dadurch ist dieses Verfahren ideal für Kleinauflagen, die kurze Umrüstzeiten erfordern.

Warum wird ein Gummituch benötigt?

Das Gummituch ist ein fester Bestandteil des Druckablaufs und hat direkten Einfluss auf die Qualität des Druckergebnisses. Ein qualitativ hochwertiges Tuch muss nicht nur ein klares Druckbild von der Platte auf das Substrat übertragen, sondern auch bei hohen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Substraten zuverlässig funktionieren. Zudem muss das Gummituch das Feuchtmittel gleichmäßig verteilt auftragen sowie Abweichungen in der Schichtdicke korrigieren, damit es zu einer präzisen Druckausgabe kommt.

Was ist ein Offsetplattenkanal?

Der Offsetplattenkanal ist ein nicht bedruckbarer Bereich von ca. 2 mm bei jeder Wiederholung auf dem Bedruckstoff. Wie in der Abbildung unten zu sehen, handelt es sich dabei um den Bereich, in dem die zwei Enden der Druckplatten zusammentreffen. Dementsprechend können manche Designs, die zurzeit hauptsächlich im Tiefdruckverfahren hergestellt werden und die einen ungleichen Endlosdruck erfordern, nicht auf einer Offset-Druckerpresse hergestellt werden.

Wie wird die Farbe bei einer Offset-Druckerpresse kontrolliert?

Wie bei anderen Druckverfahren wird die Offsetfarbe oder die Farbdichte in erster Linie über die Stärke der Farbschicht bestimmt. Im Gegensatz zum Flexodruck ist die Stärke des Tintenfilms nicht von der Nutzung einer Rasterwalze abhängig. Beim Offsetdruck kann die Menge der Druckfarbe mithilfe eines Farbkastens und Farbzonen auf der gesamten Bahn und im laufenden Betrieb angeglichen werden.

Was ist CIP3/CIP4?

CIP3 oder CIP4 (.cip) ist ein Dateiformat, mit dem Daten zu einer bestimmten Datei durch den gesamten Produktionsablauf weitergegeben werden. Neben Vorschauen enthalten CIP-Dateien auch Angaben zu Farbtrennungen, Farbauftrag, Auftragsmaßen usw. Die Druckpresse Contiweb Thallo kann CIP3- und CIP4 Standarddateien aus CtP-Systemen konvertieren und anhand dieser Dateien voreingestellte Werte für die Farbzonen und den Farbkasten berechnen.

Welche Möglichkeiten bieten Offset-CMYK und Drucken mit erweitertem Farbraum?

Da beim Offsetdruck standardmäßig ein hochaufgelöstes Linienraster gedruckt wird, ist es möglich, mit einem standardisierten Vier-Farben-Verfahren ein umfangreicheres Farbspektrum zu drucken. Das gilt auch für Druckverfahren mit erweitertem Farbraum wir etwa Equinox von Esko. Beim Druck mit einem erweiterten Farbraum kommt es entscheidend auf eine perfekte Registerhaltigkeit an. Offsetdruck kann ein extrem enges Register garantieren – ideal z. B. bei Barcodes, die mehr als eine Farbe umfassen. Beim Offsetdruck sind keine Rasterwalzen zur Festlegung der Druckfarbenmenge erforderlich. Durch Öffnen und Schließen der Farbzufuhr lässt sich die Tintenmenge über die Breite der Bahn variieren, je nachdem, wo die Farbe benötigt wird. Dementsprechend wird für die Erstellung sowohl großer Farbblöcke als auch feiner Details mit einer bestimmten Farbe im Druckbild nur ein einzelnes Druckwerk benötigt.

Warum kommen beim Offsetdruck weniger Farben zum Einsatz?

Beim Offsetdruck sind keine Rasterwalzen zur Festlegung der Tintenmenge erforderlich. Durch Öffnen und Schließen der Farbzufuhr lässt sich die Tintenmenge über die Breite der Bahn anpassen, je nachdem, wo die Farbe benötigt wird. Dementsprechend wird für die Erstellung sowohl großer Farbblöcke als auch feiner Details mit einer bestimmten Farbe im Druckbild nur ein einzelnes Druckwerk benötigt.

Ein weiterer Grund, warum beim Offsetdruck weniger Farben benötigt werden, liegt in der Möglichkeit, mit einem erweiterten Farbraum zu drucken. Auf diese Weise können Sie 94 % aller Pantone-Farben drucken und damit die Menge der Farben, die Sie vorrätig haben müssen, erheblich verringern.

Welche Druckfarben werden beim Offsetdruck genutzt?

Beim Offsetdruck für Verpackungen nutzen Verarbeiter hochviskose Druckfarben, die durch Energiezufuhr (z. B. Elektronen- oder UV-Strahlen) aushärten. Ein genereller Vorteil dieser Druckfarben besteht darin, dass sie keine Lösungsmittel oder Wasserkomponenten enthalten, die verdunsten müssen. Dementsprechend härten sie sofort aus und können nahezu umgehend weiterverarbeitet werden.

Wie trocknen diese Druckfarben?

Die Tinten vernetzen entweder durch Aktivierung von Photoinitiatoren oder durch Elektronen. Das bedeutet nicht nur, dass sie umweltfreundlicher sind, sondern auch, dass weniger Tinte verbraucht wird, da keine Verdunstung stattfindet. Beim Offsetdruck ist garantiert, dass 100 % der im Druckverlauf verwendeten Tinte auch wirklich auf dem Substrat aufgetragen wird.

Wie lange dauert im Durchschnitt eine Umrüstung?

Zunächst gilt: Wenn in einem erweiterten Farbraum gedruckt wird, ist bei den meisten Umrüstungen kein Farbwechsel erforderlich. Sollte dennoch ein Farbwechsel nötig sein, nimmt er bei Offsetanlagen wie der Contiweb Thallo nur wenig Zeit in Anspruch. Verarbeiter müssen lediglich zwei Hülsen wechseln: die Plattenhülse und die Gummituchhülse. Das ist in knapp zwei Minuten pro Druckwerk erledigt. Im Großen und Ganzen hängt die Umrüstdauer von der Anzahl der Farbwechsel ab. Die Thallo verfügt optional über eine automatische Waschfunktion, die die Druckwalzen in jedem Druckwerk in nur fünf Minuten reinigt.

Wie viele Bediener muss ich einsetzen?

Im Durchschnitt ist eine Offset-Druckerpresse von zwei Bedienern besetzt, aber das hängt von der Komplexität der Maschine ab. Generell werden Offsetanlagen für Aufträge mit kleinerem Umfang genutzt als Flexo- oder Tiefdruckanlagen, was zu häufigen Umrüstungen führt. Bei der Umrüstung lassen sich zahlreiche Handlungen parallel durchführen, sodass die Umrüstdauer mit zwei Bedienern noch verkürzt werden kann.

Welche Umweltauswirkungen hat der Offsetdruck?

Der Einsatz aushärtbarer Tinten macht den Offsetdruck zu einer umweltfreundlichen Technologie:
• Keine explosionssichere Lagerung von Lösungsmitteln und Druckfarben erforderlich -> geringere Umweltauswirkungen
• Keine Lagerung von Tinten- und Lösungsmittelresten -> geringere Umweltauswirkungen
• Keine großen Farbmischstationen -> kein Energieverbrauch
• Keine Reinigungsanlagen für Systemkomponenten, Zylinder und Rasterwalzen -> kein Energieverbrauch,
keine Lösungsmittelabfälle
• Bei der Trocknung freigesetzte Lösungsmittel können nicht einfach abgelassen werden -> keine Lösungsmittelrückgewinnung oder
-verbrennung, kein Gasverbrauch für Lösungsmittelverbrennung
• Kein Lagervorrat an Druckzylindern/-platten erforderlich -> geringere Lagerkosten
• Keine Gesundheits- und Sicherheitsbedenken für Mitarbeiter, da Lösungsmittel entfallen
• Erheblich niedrigere Versicherungskosten -> größere finanzielle Kontrolle
• Möglichkeit zur Bahnumkehr ist kostengünstig und umweltfreundlich

Was kosten die eingesetzten Druckfarben?

Obwohl der Preis für Offset-Druckfarben über denen für Flexo- und Tiefdruck liegt, gleichen sich die laufenden Kosten durch den geringeren Verbrauch insgesamt wieder aus. Das hat zwei Ursachen:
– Offset-Tinten sind zu 100 % fest. Dementsprechend wird auch wirklich jeder Tropfen auf das Substrat aufgetragen (wie im Abschnitt „Das Offsetverfahren“ dargelegt).
– Die Stärke des Farbfilms auf der bedruckten Bahn ist wesentlich dünner, daher wird weniger Tinte auf das Substrat aufgetragen.

Was kostet die Herstellung einer Druckplatte?

Tiefdruckzylinder sind sehr teuer. Die Herstellung solcher Zylinder dauert in der Regel eine Woche und wird häufig an Drittanbieter untervergeben, sodass sich die Flexibilität verringert.

Flexoplatten sind günstiger, machen aber immer noch einen erheblichen Teil der Anlaufkosten aus.

Offsetplatten sind bei Weitem die günstigste Variante. Die Herstellung ist betriebsintern möglich und die Kosten liegen bei etwa 10 bis 15 € oder $ pro m² für eine gebrauchsfertige Platte. Das ist besonders vorteilhaft bei Kleinauflagen, wenn viele Platten benötigt werden.

Wie lässt sich der Preis für eine Offset-Druckerpresse mit dem für eine Flexo- oder Tiefdruckpresse vergleichen?

Die Anfangsinvestition ist bei einer Offset-Druckerpresse höher als bei einem Flexo- oder Tiefdrucksystem. Demgegenüber bietet eine Offset-Druckerpresse zahlreiche finanzielle Vorteile, besonders bei Kleinauflagen. Schnelle Einrichtung und zügige Umrüstung, dazu die geringeren täglichen Betriebskosten sorgen für eine schnelle Investitionsrendite, sodass der Offsetdruck für Verpackungen in kleineren Auflagen eine sehr attraktive Lösung darstellt.

Welche Substrate können mit der Contiweb Thallo bedruckt werden?

Mit der Contiweb Thallo lassen sich nahezu alle Verpackungssubstrate bedrucken. Dazu gehören beliebte Foliensubstrate wie PET, OPP, BOPP, PE, LDPE, MET/PET, beschichtetes und unbeschichtetes Papier, zudem die gängigsten mehrschichtigen Laminate, wie sie für flexible Verpackungen genutzt werden. Schwerere Substrate wie Pappe für Faltschachteln oder aseptische Verpackungen lassen sich mit der kartonverarbeitenden Version der Thallo ebenfalls verarbeiten.

Wie schnell ist die Contiweb Thallo?

Die Contiweb Thallo kann mit einer Geschwindigkeit von 400 Metern bzw. 1300 Fuß (linear) pro Minute drucken. Die Produktionsgeschwindigkeit hängt von den igenschaften des jeweiligen Auftrags ab.

Welche Breiten sind erhältlich?

BAHNBREITE:
• 520 mm (20,5 Zoll)
• 850 mm (33,5 Zoll)
• 1050 mm (41,375 Zoll)

Sind hybride Konfigurationen möglich?

Die Contiweb Thallo beruht auf einer modularen Inline-Plattform – damit ist sie in höchstem Maße flexibel und zukunftssicher. Dank dieses modularen Hybridsystems können Verarbeiter alle Vorteile des Rollenoffsetdrucks mit dem immanenten Nutzen von Flexo-, Tief- und Digitaldruck kombinieren. Daraus ergibt sich eine rundum flexible Lösung, die nicht nur die heutigen strengen Marktanforderungen erfüllt, sondern sich auch problemlos an zukünftigen Bedarf anpassen lässt.

VORTEILE
• Flexible Konfigurationen
• Hybrid – Kombinieren Sie die besten Eigenschaften verschiedener Druckverfahren miteinander!
• Zukunftssicher – bequem neu zu konfigurieren

Kann die Contiweb Thallo Lebensmittelverpackungen bedrucken?

Farbmigration ist eine Hauptsorge von Markeninhabern und Verarbeitern. Die geringsten Anzeichen für Veränderungen an einem verpackten Produkt können ungeahnte Konsequenzen haben und einer Marke langfristigen Schaden zufügen – manchmal sogar das Unternehmen zu Fall bringen.

EB/UV-Offset ist eine zertifizierte und funktionsfähige Lösung für die Verarbeitung von Lebensmittelverpackungen, für die eine große Bandbreite an bewährten Chemikalien (Farben und Beschichtungen) und Härtungsverfahren verfügbar ist. Beide Härtungsverfahren können mit der Contiweb Thallo eingesetzt werden und erfüllen die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit.

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